Atelier-Einblicke Malreisen

Mein Kunstjahr 2025 – Von Schweizer Gipfeln bis zur neugierigen Kuh


Farbenfrohe Erlebnisse und im Flow der Farben

Was für ein Jahr.

Wenn ich jetzt, zwischen den Jahren, zurückschaue, sehe ich vor allem eines: Begegnungen. Mit Landschaften, ja – von den Schweizer Alpen über Venedig und Schottland bis in die Rhön. Aber vor allem mit Menschen. Im Flow der Farben.

2025 war das Jahr, in dem ich wieder gestaunt habe, wie viel ich von meinen Teilnehmerinnen lerne. Wie eine Frage am Maltisch meine eigene Perspektive verschiebt. Wie der Mut einer Anfängerin mich daran erinnert, selbst mutiger zu sein. Wie wir uns gegenseitig weiterbringen – nicht ich allein als Dozentin, sondern wir als Gemeinschaft, die gemeinsam forscht.

Die FLOW-Methode hat 2025 ihre Form gefunden. Aber nicht am Schreibtisch – sondern im Austausch, im gemeinsamen Malen, im Gespräch danach.

Hier meine Highlights – in Bildern und Worten.


Januar: Hoch über den Wolken

Das Jahr begann genau richtig: in den Schweizer Bergen, mit Sonne, Schnee und einer Ausstellung, die mich nachhaltig bewegt hat.

In Zürich habe ich Marina Abramović gesehen. Ihre Arbeit erinnert mich immer wieder daran, wie frei künstlerischer Ausdruck sein kann – wenn wir uns trauen. Danach ein Besuch bei meiner Freundin Petra, gemeinsam raus in den Schnee. Der perfekte Start.


Mai: Venedig – wie immer, und doch jedes Mal neu

Venedig ist für mich wie eine alte Freundin. Man kennt sich, und trotzdem gibt es jedes Mal etwas Neues zu entdecken. Das Licht, die Spiegelungen im Wasser, die morbide Schönheit der Fassaden – und natürlich das gemeinsame Malen mit einer wunderbaren Gruppe.


Juni: Schottland – von Edinburgh bis Crail

Diese Reise hatte alles: Kunst, Küste und echte Gemeinschaft.

In Edinburgh haben wir die Ausstellung von Pascal Rentsch besucht – beeindruckende Arbeiten, die lange Gespräche ausgelöst haben. Dazu Five O’Clock Tea, schönes Wetter (ja, wirklich!) und eine kleine Gruppe, die sofort harmoniert hat. Es traf sich außerdem perfekt, dass die Britischen Urban Sketchers an diesem Wochenende hier in Edinburgh ihr Treffen hatten. An jeder Ecke trafen wir Sketcher und das gab der Stadt natürlich einen besonderen Flair!

Dann weiter nach Crail, ein malerisches Fischerdorf an der Küste. Wir haben den Hafen gemalt, sind gewandert, haben zusammen gekocht. Was mich jedes Mal berührt: Wie schnell aus einer Gruppe von Einzelnen eine Gemeinschaft wird. Wie wir abends beim Essen über Bilder sprechen und jede etwas sieht, das die andere übersehen hat.

Diese Mischung aus konzentriertem Arbeiten und entspanntem Beisammensein – genau dafür mache ich Malreisen.


Juli: Kloster Maria Bildhausen in der Rhön – Wildblumen und botanische Illustration

Ein ruhigerer Akzent im Jahr: Im Kloster Maria Bildhausen ist es für mich ein Heimspiel. Dieses Jahr durfte ich zum 5. Mal in dieser wunderschönen Landschaft und dem Kloster in der Rhön einen Workshop halten. In diesem Jahr haben wir uns der botanischen Illustration gewidmet. Wildblumen beobachten, genau hinschauen, die Essenz einer Pflanze auf Papier bringen.

Für viele Teilnehmerinnen war das Neuland – und genau das macht es spannend. Der Wechsel zwischen freiem Aquarell und präziser Beobachtung schärft den Blick.


August: Schweizer Alm – und eine sehr neugierige Kuh

Zurück in die Schweiz, diesmal hoch hinauf auf die Alm. Berge, Weite, Ruhe – und Kühe, die offenbar auch Kunstinteresse haben.

Eine davon war so begeistert von meinem Skizzenbuch, dass sie es kurzerhand abgeleckt hat. Die Farben waren wohl zu verlockend. Ich nehme es als Kompliment.

Meine Malreisen in diesem Jahr gehen mit artistravel nach Borkum, Prerow und Venedig. Hier bei artistravel findest du alle Infos zu den Malreisen.


Das ganze Jahr: „Im Flow der Farben“ – online und im Atelier

Das eigentliche Herzstück meines Jahres war der Jahresworkshop „Im Flow der Farben“. Online und im Atelier, mit Teilnehmerinnen, die sich auf den Prozess eingelassen haben.

Hier ist die FLOW-Methode richtig gewachsen. Die vier Phasen – ÖFFNEN, FORSCHEN, GESTALTEN, LOSLASSEN – haben sich als roter Faden bewährt. Nicht als starre Anleitung, sondern als Gerüst, das Freiheit ermöglicht.

Was mich am meisten berührt hat: Wie viel ich selbst dabei lerne. Eine Teilnehmerin stellt eine Frage, die mich tagelang beschäftigt. Eine andere wagt etwas, das ich mich nie getraut hätte – und zeigt mir damit, dass es geht. Diese Workshops sind kein Einbahnstraßen-Unterricht. Sie sind ein gemeinsames Forschen.

Die Entwicklungen, die ich beobachten durfte. Die Momente, in denen jemand sagt: „Das hätte ich mir nie zugetraut.“ Und die Momente, in denen ich denke: Das hätte ich mir auch nie zugetraut – bis ich es von dir gesehen habe.

Stefanie
„Mir hat sich eine völlig neue Welt eröffnet. Man experimentiert und sucht seine eigene künstlerische Sprache.“
Monika
„In kleinen Schritten lernen loszulassen – das Ziel ist der eigene Stil.“


Was ich 2025 gelernt habe

Zwei Ausstellungen haben mich dieses Jahr besonders inspiriert: Marina Abramović in Zürich und Yoko Ono in Berlin.

Beide erinnern mich daran, wie grenzenlos künstlerischer Ausdruck sein kann. Nicht im Sinne von „alles ist erlaubt“ – sondern im Sinne von: Es gibt mehr Möglichkeiten, als wir uns oft zugestehen.

Das nehme ich mit. Für meine eigene Arbeit. Und für die Teilnehmerinnen, die Lust haben, diesen Weg mitzugehen.


Danke

An alle, die 2025 dabei waren – auf Malreisen, in Workshops, im Atelier oder online.

Ich bin froh, dass ich meiner Intuition vertraut habe. Und dankbar für mutige Teilnehmerinnen, die Abenteuer gewagt haben. Das Abenteuer zu malen ist grenzenlos – wenn wir uns darauf einlassen.


Und 2026? Bist du bei einer Malreise dabei? Oder einem Im-Flow-der-Farben-Workshop? Alle Infos findest du oben im Menü.
Ich freu mich auf Dich!

2 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Christel Maier sagt:

    Liebe Alexa,
    jetzt wird es aber wirklich höchste Zeit, dass ich mich melde. Ich nutze jetzt einfach hier die Kommentarfunktion 🙂

    Das ist ein wunderbarer Jahresrückblick geworden und ich freue mich sehr, dass ich an dabei war – sowohl in Crail als auch im Flow der Farben.

    Ich kann dir nur zustimmen: die Menschen und die Gemeinschaft, die entstanden ist, sind einfach toll und hätte ich so nie erwartet. Und das führt für mich einfach auch dazu, mich beim Malen mit dir und in der Gruppe sehr wohl zu fühlen. Gerade das letzte Jahr und die intensive Arbeit im Flow der Farben haben für mich richtig viel bewegt. Auch wenn mir oft die Zeit fehlt – das macht für mich das gemeinsam Erlebte und das gemeinsame Malen noch viel wertvoller.

    Aber für mir ist besonders wichtig, dir auch nochmals zu sagen, dass es das alles ohne dich nicht geben würde: deine Persönlichkeit und deine Offenheit uns allen gegenüber und dem, gegenüber, was wir machen, sind einfach toll! Jeder kann seinen Weg gehen und wird mit diesem angenommen und auf diesem unterstützt. Das ist nach meiner Erfahrung absolut nicht selbstverständlich und ich schätze das ganz besonders und freue mich daher sehr auf das weitere gemeinsame Malen im neuen Jahr.

    Und morgen bin ich gerne mit dabei und freue mich schon

    Bis bald und liebe Grüße
    Christel

    1. Alexa Dilla sagt:

      Liebe Christel,
      das freut mich wirklich sehr zu lesen – und ja, die Kommentarfunktion ist dafür absolut legitim! 😊
      Was du über die Gemeinschaft schreibst, trifft es genau. Das ist tatsächlich etwas, das ich so auch nicht geplant hatte – es ist einfach gewachsen. Und dass du trotz knapper Zeit dabei bleibst, zeigt mir, dass da etwas Echtes entstanden ist.
      Danke für deine Worte zu meiner Arbeit. Die nehme ich mir zu Herzen.
      Bis bald – ich freu mich sehr!
      Liebe Grüße,
      Alexa

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